Ein Monatslohn von 7000 CHF brutto wirkt fuer viele Bewerberinnen und Bewerber, Grenzgaenger und Neuankoemmlinge zunaechst eindeutig attraktiv. In der Praxis ist die Frage nach dem Netto in der Schweiz aber nie nur eine einfache Brutto-mal-Prozent-Rechnung. Schon bei einem typischen Angestelltenprofil unterscheiden sich die Abzuege je nach Alter, Pensionskasse, Unfallversicherung, Familienstand, Aufenthaltsstatus und Kanton.
Gerade fuer den ersten Job in der Schweiz oder einen Umzug aus dem Ausland ist deshalb wichtig, den Bruttolohn in echte Positionen einer Schweizer Lohnabrechnung zu uebersetzen. So koennen Sie spaeter auf der Lohnabrechnung kontrollieren, ob AHV, IV, EO, ALV, Pensionskasse, Nichtberufsunfall und gegebenenfalls Quellensteuer plausibel wirken. Erst danach laesst sich beurteilen, ob 7000 CHF brutto fuer Ihren Alltag, Ihre Miete und Ihre Krankenkasse wirklich passen.
Wie 7000 CHF brutto pro Monat netto eingeschaetzt werden
Bei 7000 CHF brutto pro Monat geht es in der Schweiz zunaechst um eine Schaetzung und nicht um einen einzigen landesweit gueltigen Nettobetrag. Der Grund ist einfach: Ein Teil der Abzuege ist zwar schweizweit systematisch, ein anderer Teil haengt aber von Ihrer beruflichen Vorsorge, Ihrer Unfallpraemie, Ihrem Quellensteuertarif und Ihrem Kanton ab. Wer eine serioese Einschaetzung moechte, sollte deshalb immer mit einem Profil arbeiten: ledig oder verheiratet, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Quellensteuer, mit welchem Wohnkanton und ob ein 13. Monatslohn vereinbart ist.
Fuer eine erste Orientierung koennen Sie 7000 CHF brutto als Ausgangspunkt nehmen und dann Schritt fuer Schritt die realistischen Lohnbestandteile abziehen. Fuer eine kantonsspezifische Berechnung ist der Schweiz-Nettogehalt-Rechner nach Kanton und Profil deutlich sinnvoller als eine pauschale Internetzahl, weil er genau dort ansetzt, wo Schweizer Lohnausweise und Steuerbelastung voneinander abweichen.
Wenn Sie sich zuerst einen Ueberblick zum Markt verschaffen wollen, hilft auch die deutschsprachige Uebersicht zur Schweiz und zu Schweizer Nettoloehnen, um den Monatslohn nicht isoliert, sondern im Kontext von Steuern, Abzuegen und Lebenshaltungskosten zu betrachten. Das ist besonders nuetzlich, wenn Sie mehrere Angebote zwischen Zuerich, Basel, Bern, Zug oder der Romandie vergleichen.
| Beispielprofil | Kanton-Kontext | Annahmen | Geschaetzter Monatsnetto-Bereich |
|---|---|---|---|
| Ledige Person, ordentliche Besteuerung | Urbaner Mittelkanton, z. B. Zuerich oder Aargau | 7000 CHF brutto, uebliche Sozialabzuege, normale Pensionskasse, NBU-Abzug, keine Quellensteuer | Rund 5700 bis 6100 CHF vor persoenlicher Steuerrechnung und vor Krankenkasse |
| Neuankunft ohne C-Bewilligung, quellensteuerpflichtig | Kanton mit mittlerem Quellensteuertarif, z. B. Basel-Stadt oder Waadt | 7000 CHF brutto, ledig, ohne Kinder, Sozialabzuege plus Quellensteuer direkt vom Lohn | Rund 5200 bis 5750 CHF, je nach Tarif und konkretem Kanton |
| Alleinstehende Person mit 13. Monatslohn anteilig | Kanton Bern als Beispiel | Monatlich 7000 CHF brutto ausbezahlt oder 13 x 7000 CHF im Jahresmodell, uebliche Abzuege | Laufender Auszahlungsbetrag oft rund 5650 bis 6050 CHF; Jahresvergleich wichtiger als Einzelmonat |
Diese Bereiche sind absichtlich als Bandbreiten formuliert. In der Schweiz kann schon eine andere Pensionskassenloesung des Arbeitgebers, eine andere Nichtberufsunfallpraemie oder ein anderer Quellensteuertarif den Auszahlungsbetrag sichtbar veraendern. Wer sich nur auf einen einzigen Nettowert verlaesst, uebersieht genau die Unterschiede, die auf einer echten Schweizer Lohnabrechnung relevant werden.
Praktisch bedeutet das: Fragen Sie im Bewerbungsprozess nicht nur nach dem Bruttolohn, sondern auch nach Pensionskasse, NBU-Abzug, ob der 13. Monatslohn zusaetzlich oder anteilig bezahlt wird und ob Ihr Aufenthaltsstatus Quellensteuer ausloest. Erst dann wird aus der Suchanfrage "7000 CHF brutto in netto" eine Zahl, die Sie wirklich fuer Ihre Entscheidung verwenden koennen.
Welche Pflichtabzuege auf einer typischen Schweizer Lohnabrechnung auftauchen
Auf einer typischen Schweizer Lohnabrechnung stehen zuerst die Sozialversicherungen, die fuer viele Neuankoemmlinge ungewoehnlich wirken. Dazu gehoeren vor allem AHV, IV und EO sowie die ALV. Nach den Uebersichten des BSV werden diese Beitraege bei Angestellten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Auf der Lohnabrechnung sehen Sie aber nur Ihren Arbeitnehmeranteil. Dazu koennen Abzuege fuer die berufliche Vorsorge, also die Pensionskasse, sowie fuer die Nichtberufsunfallversicherung kommen.
Wer die Begriffe auf Deutsch noch nicht kennt, sollte sie einmal sauber zuordnen. AHV steht fuer Alters- und Hinterlassenenversicherung, IV fuer Invalidenversicherung, EO fuer Erwerbsersatzordnung und ALV fuer Arbeitslosenversicherung. Diese vier Positionen sind der Kern der regelmaessigen Lohnabzuege. In einer englischen Umgebung oder bei internationalen Arbeitgebern hilft oft zusaetzlich der Switzerland net salary calculator, wenn Sie ein Angebot mit englischem Vertrag oder englischer Payroll-Terminologie pruefen.
Welche Abzuege fast immer auftauchen
Die ersten Pflichtabzuege sind die Sozialbeitraege der ersten Saeule und die Arbeitslosenversicherung. Diese werden direkt vom Bruttolohn berechnet und Monat fuer Monat vom Arbeitgeber abgefuehrt. Der Vorteil fuer Ihre Einschaetzung: Diese Positionen sind bei 7000 CHF brutto relativ gut planbar. Der Nachteil: Sie sind nur ein Teil des Unterschieds zwischen brutto und netto.
Deutlich variabler ist die Pensionskasse der zweiten Saeule. Hier spielen Alter, versicherter Lohn, Koordinationsabzug und Reglement des Arbeitgebers eine Rolle. Zwei Personen mit demselben Bruttolohn von 7000 CHF koennen deshalb durchaus einen spuerbar unterschiedlichen BVG- oder PK-Abzug haben. Das ist einer der Hauptgruende, warum Online-Pauschalen ohne Profil oft danebenliegen.
Welche Positionen haeufig missverstanden werden
Sehr oft wird die Schweizer Krankenkasse mit einem normalen Lohnabzug verwechselt. Fuer die obligatorische Grundversicherung gilt aber in den meisten Alltagssituationen etwas anderes: Sie ist typischerweise eine private Haushaltsausgabe und nicht einfach ein Standardabzug auf dem Lohnzettel. Genau deshalb kann ein Monatsnetto auf der Lohnabrechnung gut aussehen, waehrend das frei verfuegbare Einkommen nach Krankenkassenpraemie deutlich knapper ausfaellt.
Auch die Nichtberufsunfallversicherung wird gern uebersehen. Wenn Sie mehr als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber arbeiten, ist der Berufsunfall grundsaetzlich ueber den Arbeitgeber versichert; fuer Nichtberufsunfaelle wird die Praemie oft dem Arbeitnehmer belastet. Dieser Abzug ist meist kleiner als AHV oder Pensionskasse, gehoert aber trotzdem in eine serioese Nettoschaetzung hinein.
Wenn Sie Ihre erste Schweizer Lohnabrechnung lesen, sollten Sie deshalb mindestens diese Positionen wiederfinden koennen:
- AHV, IV und EO als obligatorische Sozialabzuege der ersten Saeule
- ALV als Arbeitslosenversicherung
- Pensionskasse oder BVG als zweite Saeule
- Nichtberufsunfallversicherung, sofern sie Ihnen belastet wird
- Gegebenenfalls Quellensteuer, wenn Sie quellensteuerpflichtig sind
Wer aus Deutschland, Oesterreich oder Frankreich kommt, uebersieht ausserdem oft einen strukturellen Unterschied: Bei vielen Schweizer Angestellten wird die normale Einkommensteuer nicht monatlich wie eine klassische Lohnsteuer vom Gehalt einbehalten. Gerade deshalb muss man zwischen "Netto auf dem Lohnzettel" und "real verfuegbares Einkommen nach Steuern und Fixkosten" sauber unterscheiden.
Wie Quellensteuer und 13. Monatslohn das Monatsbild veraendern
Die groesste Verwirrung rund um 7000 CHF brutto entsteht haeufig dann, wenn jemand zwar den nominellen Monatslohn kennt, aber nicht weiss, ob Quellensteuer direkt abgezogen wird. Fuer viele auslaendische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Niederlassungsbewilligung C gilt in der Schweiz Quellensteuer. Das bedeutet: Die Steuer wird direkt vom Arbeitgeber vom Lohn einbehalten und abgefuehrt. Wie hoch dieser Abzug ausfaellt, haengt nicht nur vom Einkommen ab, sondern auch von Kanton, Tarif, Zivilstand, Kindern und weiteren Merkmalen.
Die ESTV ist dafuer die wichtigste Bundesquelle, waehrend die konkrete Umsetzung in der Praxis kantonal gepraegt bleibt. Genau deshalb waere es irrefuehrend, fuer die gesamte Schweiz zu behaupten, 7000 CHF brutto ergaben "genau X CHF netto". Fuer eine ledige Person ohne Kinder unter Quellensteuer kann der Unterschied zwischen zwei Kantonen oder Tarifen bereits mehrere hundert Franken im Monat ausmachen.
Wenn Sie tiefer in die Steuerlogik fuer Neuankoemmlinge einsteigen wollen, hilft auch der Artikel zur Quellensteuer in der Schweiz fuer Expats und Grenzgaenger. Fuer den Vertragsvergleich ist ausserdem der Leitfaden zum 13. Monatslohn in der Schweiz direkt anschlussfaehig.
Was Quellensteuer fuer Neuankoemmlinge praktisch bedeutet
Wenn Sie frisch in die Schweiz ziehen und keinen C-Ausweis haben, ist die Frage nach dem Nettolohn oft akuter als bei bereits etablierten Arbeitnehmern. Denn in diesem Fall sehen Sie den Steuereffekt direkt auf der monatlichen Lohnabrechnung. Ein Angebot mit 7000 CHF brutto kann fuer eine quellensteuerpflichtige ledige Person im Kanton Genf anders ausfallen als fuer eine vergleichbare Person im Kanton Zug oder St. Gallen. Die Sozialabzuege bleiben als Grundmuster aehnlich, die Quellensteuer nicht.
Fuer die Angebotspruefung ist das entscheidend: Ein Arbeitgeber kann denselben Bruttolohn nennen, aber das reale Monatsnetto variiert trotzdem. Wer umzieht, sollte deshalb immer nach dem Arbeitsort, dem Wohnkanton und dem mutmasslichen Quellensteuertarif fragen. Ohne diese drei Informationen bleibt die Frage nach dem Netto unvollstaendig.
Warum der 13. Monatslohn den Monatsvergleich verzerren kann
In vielen Schweizer Arbeitsvertraegen gehoert ein 13. Monatslohn zum Paket. Auf dem Papier kann "7000 CHF brutto pro Monat" dann zweierlei bedeuten: entweder 12 x 7000 CHF oder 13 x 7000 CHF pro Jahr. Das ist kein kleiner Unterschied, sondern veraendert den Jahresbrutto erheblich. Bei 13 Monatsloehnen liegt das Jahresbrutto bei 91'000 CHF, bei 12 Monatsloehnen bei 84'000 CHF.
Auch die Auszahlungspraxis ist wichtig. Manche Arbeitgeber zahlen den 13. Monatslohn komplett im November oder Dezember, andere verteilen ihn anteilig ueber das Jahr. Dadurch wirkt ein Stellenangebot im Alltag mal "hoeher", mal "niedriger", obwohl das Jahrespaket identisch ist. Wenn Sie Wohnungen suchen, ein Umzugsbudget kalkulieren oder Ihre Sparquote festlegen, ist deshalb das Jahresmodell wichtiger als nur der sichtbare Einzelmonat.
Ein realistischer Vergleich lautet also nicht einfach "7000 brutto gleich soundsoviel netto", sondern: Wie hoch ist das Jahresbrutto, wie wird der 13. Monatslohn ausbezahlt, bin ich quellensteuerpflichtig und welche regelmaessigen Abzuege stehen auf meiner Lohnabrechnung? Erst diese Kombination macht das Monatsbild belastbar.
Wann ein Monatslohn erst mit Miete und Krankenkasse sinnvoll bewertet werden kann
Selbst ein sauber geschaetztes Schweizer Netto ist fuer eine Jobentscheidung noch nicht genug. Bei 7000 CHF brutto kommt es naemlich stark darauf an, ob Sie in Zuerich, Lausanne, Basel, Winterthur oder in einer kleineren Gemeinde wohnen. Die Miete kann den gefuehlten Wert des Lohns schneller verschieben als eine kleine Differenz bei den Sozialabzuegen. Deshalb ist die eigentlich wichtige Frage nicht nur "Was bleibt nach Payroll?", sondern "Was bleibt nach Wohnen, Krankenversicherung und Mobilitaet?".
Besonders Neuankoemmlinge unterschaetzen haeufig die Grundversicherung der Krankenkasse. Die offizielle Plattform ch.ch erklaert die Lebensbereiche Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Steuern in alltagsnaher Form. Fuer Arbeitnehmer ist der praktische Punkt zentral: Die obligatorische Krankenversicherung ist in der Schweiz meist keine Standardposition auf der Lohnabrechnung, sondern eine separate private Monatsrechnung. Wer nur auf das Netto der Lohnabrechnung schaut, bewertet ein Angebot daher oft zu optimistisch.
Warum die Haushaltsrechnung mehr zaehlt als das nackte Netto
Ein lediger Arbeitnehmer mit 7000 CHF brutto kann auf dem Lohnzettel nach Sozialabzuegen ordentlich dastehen und sich trotzdem bei hoher Miete unter Druck fuehlen. Das gilt insbesondere in Staedten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Sobald Sie 1800 bis 2600 CHF fuer eine Wohnung zahlen, dazu Krankenkasse, Transport, Internet und Alltag, wird aus einem formal guten Netto eine viel knappere Rechnung.
Umgekehrt kann derselbe Bruttolohn in einem guenstigeren Wohnort deutlich entspannter wirken. Deshalb ist ein Monatslohnangebot erst dann sinnvoll bewertet, wenn Sie zumindest diese vier Positionen gegenpruefen:
- Netto nach den tatsaechlichen Payroll-Abzuegen
- Ihre zu erwartende Miete am geplanten Wohnort
- Ihre Krankenkassenpraemie inklusive moeglicher Unfalldeckung im KVG, falls noetig
- Regelmaessige Pendel- und Alltagskosten
Was bei Relocation-Faellen oft vergessen wird
Bei Umzuegen in die Schweiz kommen zusaetzliche Anlaufkosten hinzu: Kaution, Ersteinrichtung, Bewilligungen, OeV-Abos, eventuell doppelte Wohnkosten in den ersten Wochen. Ein Angebot ueber 7000 CHF brutto mag langfristig solide sein, kann aber in den ersten drei bis sechs Monaten enger werden, als der Bruttowert vermuten laesst. Das betrifft vor allem alleinstehende Mieterinnen und Mieter in teureren Staedten.
Gerade deshalb ist es klug, nicht nur das erste Monatsnetto zu schaetzen, sondern ein kleines Startbudget fuer die ersten Monate mitzuplanen. Fuer viele Fachkraefte ist 7000 CHF brutto absolut arbeitsfaehig, aber die Attraktivitaet des Angebots steht und faellt damit, wie hoch Miete und Krankenkasse am Zielort wirklich ausfallen. Die Payroll-Frage ist also nur die erste Stufe der Entscheidung.
Wenn Sie gerade mehrere Einstiegsgehälter gegeneinander halten, ist der direkte Sprung zum Vergleich mit 9000 CHF brutto netto in der Schweiz sinnvoll. Wer dagegen zuerst verstehen will, wie die Abzuege auf dem Dokument selbst aussehen, findet im Leitfaden zur Schweizer Lohnabrechnung die passende Vertiefung.
2 bis 3 kompakte Schaetzszenarien mit klaren Annahmen
Die folgenden Beispiele zeigen bewusst keine landesweit einheitliche Zahl, sondern realistische Bandbreiten mit klaren Annahmen. Damit koennen Sie ein Angebot besser einordnen und spaeter gezielt im Arbeitsvertrag oder auf der ersten Lohnabrechnung nachpruefen, ob die Abzuege in die richtige Richtung gehen. Alle Szenarien sind als praktische Orientierung gedacht, nicht als verbindliche Steuer- oder Lohnabrechnung.
Wichtig ist dabei immer: Krankenkasse und Wohnkosten sind hier nicht als Standard-Lohnabzug eingerechnet, weil sie in der Schweiz meist ausserhalb der eigentlichen Payroll laufen. Die Nettobereiche beziehen sich also auf das, was nach typischen Lohnabzuegen und gegebenenfalls Quellensteuer ausbezahlt werden koennte, nicht auf Ihr finales frei verfuegbares Haushaltsgeld.
Szenario 1: Ledige Person, ordentliche Besteuerung, alleinstehend in Bern
Annahme: 7000 CHF brutto pro Monat, Wohnort im Kanton Bern, keine Quellensteuer, uebliche Arbeitnehmerabzuege fuer AHV, IV, EO, ALV, eine normale Pensionskassenregelung und ein ueblicher NBU-Abzug. In diesem Profil liegt das monatliche Auszahlungsnetto haeufig grob im Bereich von rund 5700 bis 6050 CHF. Dieser Rahmen passt zu vielen typischen Angestelltenprofilen, ersetzt aber keine konkrete PK-Berechnung.
Fuer die eigentliche Lebensrealitaet wird das Angebot erst nach Miete relevant. Zahlt die Person zum Beispiel 1850 CHF Warmmiete und weitere 350 bis 500 CHF Krankenkasse, schrumpft der frei verfuegbare Betrag deutlich. Das Szenario ist deshalb fuer viele alleinstehende Mieter tragfaehig, aber nicht automatisch grosszuegig, wenn der Wohnort teuer ist.
Szenario 2: Ledige Person ohne C-Bewilligung, Quellensteuer im Kanton Basel-Stadt
Annahme: 7000 CHF brutto, ledig, keine Kinder, quellensteuerpflichtig, mittlerer urbaner Kanton, uebliche Sozialabzuege plus direkter Quellensteuerabzug. In diesem Fall ist ein Monatsnetto von ungefaehr 5200 bis 5750 CHF als Plausibilitaetsbereich realistischer als dieselbe Spanne wie bei ordentlicher Besteuerung. Der genaue Wert haengt vom anwendbaren Tarif und den kantonalen Vorgaben ab.
Das ist ein gutes Beispiel dafuer, warum Relocation-Faelle eine andere Antwort brauchen als lokale Bewerber mit ordentlicher Veranlagung. Zwei Arbeitnehmer mit identischem Bruttolohn von 7000 CHF sehen auf dem Konto unter Umstaenden sehr verschiedene Betrage, obwohl sie im selben Unternehmen arbeiten. Quellensteuer ist deshalb kein Randdetail, sondern oft der groesste monatliche Unterschied.
Szenario 3: 7000 CHF bei 13 Monatsloehnen im Kanton Zuerich
Annahme: 13. Monatslohn vertraglich vereinbart, Jahresbrutto also 91'000 CHF statt 84'000 CHF, Sozialabzuege nach Standardprofil, keine Quellensteuer. Wenn der 13. Monatslohn nicht monatlich anteilig ausbezahlt wird, liegt das laufende Monatsnetto in vielen Monaten aehnlich wie in anderen Standardprofilen, waehrend im Auszahlungsmonat des 13. Lohns ein deutlich hoeherer Betrag erscheint.
Wer Jobangebote vergleicht, sollte hier nicht auf den grossen Dezemberbetrag hereinfallen, sondern die Jahreslogik pruefen. Ein Angebot mit 13 x 7000 CHF kann im Gesamtpaket attraktiver sein als 12 x 7000 CHF, auch wenn der normale Einzelmonat zunaechst nicht spektakulaer wirkt. Fuer die saubere Vergleichsrechnung zaehlt daher das Jahresbrutto, nicht nur die Monatsformulierung im Inserat.
Wenn Sie jetzt Ihren eigenen Fall nach Kanton und Aufenthaltsstatus pruefen wollen, ist der Schweiz-Nettogehalt-Rechner nach Kanton und Profil der sinnvollste naechste Schritt. Schaetzungshinweis: Auch ein guter Rechner liefert nur eine Orientierung auf Basis typischer Standardannahmen; verbindlich ist erst Ihre konkrete Lohnabrechnung mit den tatsaechlichen PK-, NBU- und Quellensteuerwerten.
Offizielle Grundlagen und weiterfuehrende Quellen
Wer 7000 CHF brutto in der Schweiz serioes bewerten will, sollte sich nicht nur auf Foren, Social-Media-Screenshots oder Einzelfaelle aus dem Bekanntenkreis verlassen. Die wichtigste Orientierung liefern die offiziellen Stellen: Die ESTV ist die zentrale Bundesquelle fuer Steuerfragen und verweist auch auf steuerliche Rechner und Informationen zur Quellensteuer. Das BSV erklaert die Systematik der Sozialversicherungen und zeigt, welche Beitraege Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsaetzlich betreffen. Fuer alltagsnahe Themen wie Umzug, Arbeit, Krankenversicherung und Leben in der Schweiz ist ch.ch besonders hilfreich.
Diese Quellen sind vor allem dann wichtig, wenn Sie ein erstes Jobangebot einordnen, die erste Lohnabrechnung kontrollieren oder als Neuankoemmling verstehen wollen, warum das Netto in der Schweiz anders funktioniert als in vielen Nachbarlaendern. Gerade bei Quellensteuer, Aufenthaltsstatus, Unfallversicherung und Pensionskasse lohnt sich ein zweiter Blick in die offiziellen Grundlagen, weil kleine Missverstaendnisse schnell mehrere hundert Franken pro Monat ausmachen koennen.
Fuer Ihre Entscheidung bedeutet das ganz praktisch: Rechnen Sie zuerst den plausiblen Payroll-Netto-Bereich, pruefen Sie dann Miete und Krankenkasse und vergleichen Sie erst danach Angebote miteinander. Wenn Sie 7000 CHF brutto pro Monat realistisch lesen koennen, sehen Sie schneller, ob das Angebot nur auf dem Papier gut aussieht oder ob es Ihren Alltag in der Schweiz wirklich traegt.
- ESTV: Quellensteuer, Steuergrundlagen und steuerliche Orientierung nach Kanton
- BSV: Sozialversicherungen, Beitragslogik, Pensionskassen- und Unfallversicherungsrahmen
- ch.ch: Praktische Informationen zu Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Alltag in der Schweiz
Der naechste sinnvolle Schritt ist daher kein blindes Vertrauen in eine Ein-Zahlen-Antwort, sondern der Abgleich Ihres konkreten Profils: Kanton, Aufenthaltsstatus, Familienstand, 13. Monatslohn und Wohnkosten. Genau daraus ergibt sich, ob 7000 CHF brutto fuer Ihren ersten Job, Ihren Umzug oder Ihren naechsten Karriereschritt in der Schweiz wirklich ein gutes Angebot sind. Wenn Sie danach weiter vertiefen wollen, passen besonders der Guide zu 9000 CHF brutto netto sowie die Checkliste fuer Schweizer Jobangebote.
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